Solidarität mit der Roten Flora!


Mehr bei http://florableibt.blogsport.de/

Außerdem: Ein Beitrag aus Leipzig:

Impressionen der Nacht – Wer das kaufen will, muss Stress mögen! from direct action on Vimeo.

Reflections on an Eviction – For the Joyful Militants

On the second anniversary of the eviction of Liebig 14

“An event can be turned around, repressed, co-opted, betrayed, but there is still something in it that cannot be outdated. Only renegades would say: it’s outdated. But even if the event is ancient, it can never be outdated: it is an opening onto the possible. It passes as much into the interior of individuals as into the depths of society” -Gilles Deleuze

Struggle and Repression

The second of February 2011: a Berlin house project is evicted by several thousand cops. This event paradoxically marks a moment that is both a recent high-point of struggle in Berlin, as well as a highpoint of repression. Thousands take to the streets to demonstrate a collective refusal: we do not accept this eviction, nor the eviction of any other emancipatory space, nor the eviction of any individual or family from their home as a result of a city politics that is so clearly rotten, twisted in its pursuit of financial gain. We refuse the power of this city politics, and its neo-liberal yea-sayers, have over urban space. We will continue to fight for this space – the city we live in – to be a collective creation and not an object of financial speculation.

The struggle against the eviction of Liebig 14 pushed our movements further: new connections were made; solidarities strengthened; at times we broke out of the limits of subcultural identity. We tasted once again the force of collective uprising: not a unified vision nor a consensus on how to act but rather collective singularities; a multiplicity.

Those who worked on building solidarity networks between neighbors smiled at the sight of ATMs others had smashed. Those who took to the streets were later given food and warm drinks in one of Berlin’s free spaces, where we saw the adeptness of those spaces, of our radical infrastructure in mobilizing for a brief moment of urban unrest…we look to the future! And then, as now, it is in this multiplicity, this cacophony of perspectives, voices and acts that we locate our strength and our advantages against the hierarchical organization of the state and capital. (mehr…)

Wir sehen uns auf den Blockaden!

http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de

Lesenswert: Aufruf von Stadtvernetzt.

Redebeitrag der KvU vom 2. 2.

Es wird kalt in Berlin, das liegt nicht daran das derzeit Winter ist. Nein es die soziale Kälte die entsteht weil immer mehr soziale Einrichtungen und Freiräume platt gemacht oder privatisiert werden. Sei es die Stille Straße, die sich zum Glück erfogreich zur Wehr setzen konnte oder die Liebig 14 die sich leider nicht halten konnte.

Freiräume werden immer knapper denn sie müssen der Profitmaximierung weichen, immer mehr, immer schneller. So ergeht es derzeit auch der KvU.
Im August 2011 haben wir erfahren das unsere Mietverträge nicht verlängert werden sollen. Warum das so ist, antwortete unsere Hausverwaltung die Ernst G Hachmann GmbH in ihren Räumlichkeiten in der Westfälischen Str. 37-41 in 10711 Berlin, erst nach hartnäckigem Nachfragen unsererseits, das man sanieren wolle. Nun meinten wir das uns das nicht weiter stören würde da die Bauarbeiten meiste dann statt fänden wenn bei uns eh kaum etwas los ist. Das war auch richtig doch unsere Anweweseheit störte jemand anderen, Herrn Michael F. Simoncic. Doch wer ist dieser Michael F. Simoncic? Zu allererst ist er der Geschäftsführer der Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH. Wohlgemerkt er ist nur ihr Geschatsführer, die Besitzerin dieser Firma ist die Immowert Immobiliengesellschaft mbH. Kurioserweise hört der Geschaftsführer dort auf den selben Namen. Zufall? Unwahrscheinlich. Die Firma gehört zu 99% der Michael F. Simoncic-Privatstiftung und zu 1% Ingrid Simoncic, seiner Mutter. Ein echte Familien unternehmen wie es scheint. Übrigens die Michael F. Simoncic-Privatstiftung Anzutreffen sind all diese illustren Firmen in der Währingerstr. 47 in 1090 Wien in Österreich. Dieses Firmennetzwerk ist dermaßen dicht gestrickt das ein Filzmantel dagegen wie ein großmaschiges Netzoberteil wirkt.

Doch was hat Herr Simoncic im Sinn. Sein Firmengefleccht dient dem Zweck Immobilien in gehobener Innenstadtlage aufzukaufen, zu sanieren und dann teuer weiter zu verkaufen. Denn Michael weiß was Berlin braucht. Nicht etwa soziale Freiräume, nein Berlin braucht mehr überteuerte Luxuswohnungen mit güldenen Türhrahmen, Fensterscheiben aus Platin und Fussböden aus Kristallglas inklusive geothermischer satelitengesteurter Fussbodenheizung.

Doch wir werden uns nicht einfach vertreiben lassen. Widerstand hat bei uns Tradition, und diese Tradition werden wir fortsetzten, zusammen mit euch. Zusammen werden wir diesen Immobilienschnösel entgegentreten und ihm zeigen was eine Harke ist… ähh eine Harpune damit erlegt man Immobileienhaie. Wir sehen uns in der KvU zu einer gepflegten Immobilienhaifischflossensuppe.

Es gibt übrigens noch einen anderen Beitrag in Blau und Gelb.

Nachdenken über eine Räumung – für die antikapitalistischen Aktivist_innen. Zum Zweiten Jahrestag der Räumung der Liebig 14

„Ein Ereignis kann im Nachhinein anders betrachtet, vereinnahmt, unterdrückt und betrogen werden, aber es wird immer noch etwas in ihm geben, das nicht veraltet. Nur Abtrünnige würden sagen: es ist passé. Aber auch wenn es alt ist, es kann nie veraltet sein: es ist eine Öffnung in das Mögliche. Es nimmt genauso seinen Weg in das Innere von Individuen wie in die Tiefen der Gesellschaft.“ Gille Deleuze

Kampf und Repression

2. Februar 2011: ein Berliner Hausprojekt wird von mehreren tausend Cops geräumt. Dieses Ereignis markiert paradoxerweise gleichzeitig einen Höhepunkt in der Aktivität aktueller politischer Bewegungen wie auch deren Repression. Tausende ziehen durch die Straßen und demonstrieren eine gemeinsame Verweigerung: wir akzeptieren diese Räumung nicht, genauso wenig wie die Räumung von anderen emanzipatorischen Orten, und auch nicht die Räumung von Individuen oder Familien aus ihren Häusern als Ergebnis von einer urbanen Politik, die offensichtlich so verkommen und pervertiert ist in ihrer Profitgier. Wir verweigern uns der Macht, die diese Politik und ihre neoliberalen Konsort_innen über die Stadt haben. Wir werden weiterhin für diesen Ort kämpfen – für die Stadt, in der wir leben – um ein gemeinsamer Organismus zu sein und nicht ein Spekulationsobjekt.

Der Kampf gegen die Räumung der Liebig 14 hat unsere Bewegungen weiter vorangetrieben: neue Verbindungen sind entstanden; Solidarität wurde gestärkt; zu manchen Zeiten haben wir die Begrenzungen unserer subkulturellen Identität verlassen. Wir haben ein weiteres Mal den Geschmack eines gemeinsamen Aufstandes gekostet: keine einheitliche Vision noch ein Konsens über Aktionsformen, eher kollektive Singularitäten; eine Vielfältigkeit.

Diejenigen, die an Solidaritätsnetzwerken mit den Nachbar_innen arbeiteten schmunzelten beim Anblick der von anderen auseinandergenommenen Geldautomaten. Diejenigen, die durch die Straßen gezogen sind, wurden später in dem ein oder anderen Berliner Freiraum mit Essen und warmen Getränken versorgt. So sahen wir in einem kurzen Moment der urbanen Unruhe die Erfahrung von unserer radikalen Infrastruktur… Wir schauen in die Zukunft! (mehr…)

Technix

Hier noch mal das Wichtigste auf einen Blick:

Mahnwache:

Von 12 bis 16:00 werden wir neben dem „Dorfplatz“ präsent sein. Direkt vor der Liebig 14 ist die Veranstaltung verboten worden. Sie wird jetzt vor auf Höhe der Liebigstr. 17 (Turnhalle/Kita) stattfinden – immerhin in Sichtweise der Liebig 14. Die Bullen haben freien Zugang zum XB-Liebig zugesichert – inwieweit wir uns drauf verlassen können wissen wir nicht.
Während der Zeit gibt es diverse Kleinkunst auf der Straße und warme Getränke, Filme und Suppe im XB.

Juppie-Demo:

Auch hier ist der Auftaktort untersagt worden! Die Demo startet 16:00 an der Rigaer/Ecke Proskauer Str. Die Juppies von der FPD haben mittlerweile eine Demoroute veröffentlicht.
Wir rufen weiterhin zur Unterwanderung der Demonstration auf. Darüber hinaus rufen wir die Zombies dieser Welt, die Juppies mit einem Zombieblog zu verfolgen. Blut und Schminke gibts im XB-Liebig.

Ansonsten: Haltet die Ohren offen und ACHTET AUF DAS SIGNAL!

André Franell kommt zur Demo!

Unter dem Motto „Mehr Lebensqualität durch höhere Mieten! Erlaubt ist, was nicht stört!“ findet am Samstag, den 2.2.2013 um 16 Uhr eine Demonstration der FPD (Friedrichshainer Patriotische Demokraten) statt. Los gehts Rigaer-/Ecke Liebigstr. Weitere Forderungen sind „Mehr Rendite mit der Miete“ und „Wagenplätze zu Townhouses“. Vor allem untenstehende Forderung scheint auch einen gewissen André Franell, den Eigentümer und Zwangsräumer der Lausitzer Str. 8, angesprochen zu haben. Wie aus stets gut unterrichteten Quellen zu erfahren war wird er auf der Demo anwesend sein. Verpasst diese einmalige Chance nicht den öffentlicheitsscheuen Zwangsräumer live zu erleben!

Übernommen von Zwangsräumung verhindern.

Presse

Das Presseecho hält sich bisher noch in Grenzen. aber es gibt nen ganz lustigen Atikel von Karin Schmidt in der Berliner Zeitung:

„Zombies“ rufen zum Protest

Berlin –

Am zweiten Jahrestag der Räumung der Liebigstraße 14 am Sonnabend sind wieder Aktionen angekündigt. Vor dem Haus soll eine Mahnwache stattfinden. Für den Sonnabend ist eine Demonstration angemeldet, die von der Rigaer Straße bis nach Mitte führen soll.
[weiter lesen:]

Ansonsten schreiben noch die Welt und B2B bei der Polizei ab. Wir gehen davon aus, dass wir diesen Artikel bald ergänzen können…

Bis morgen oder auch schon heute Abend im Fischladen beim Solikonzert.



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