LIEBIG 14 – THE RETURN OF THE LIVING DEAD!

return of the living dead
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Zombieparade 4.2., 15:00 BERSARINPLATZ
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Plakate & Flyer zum selber drucken
(English version on page 2)

Im Februar letzten Jahres wurde die Liebig 14 durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt. 25 Menschen verloren ihr Zuhause und Berlin verlor einen weiteren Ort für alternative Kultur, für emanzipatorische politische Organisation. Ein Ort des Widerstands wurde auseinandergerissen und ein Gebäude wurde wieder der vollen kapitalischen Verwertung zugeführt. Gleich nachdem wir draußen waren, begann schon die Renovierung, das Haus wurde aufgeteilt in separate individuelle Wohnungen für individuelles Leben und nette kleine Lebensformen bezogen die bereitgestellten Kästchen. Bald zeugten nur noch Farbbeutelreste an der Fasade von der sprudelnden und unfrisierten Gemeinschaft, die mehr als 20 Jahre lang das Haus belebt hat. Selbst die Adresse der Liebig 14 wurde ausgelöscht, das Tor der Nr. 14 versiegelt und die neuen Bewohner_innen betreten das Haus über einen Eingang der Seitenstraße. Um ihrer Sicherheit willen, versteht sich.

Wir sind nach der Räumung in kollektiver Wut auf die Straßen gezogen. Ein Jahr danach fordern wir Euch auf, die Straßen wieder in Euren Besitz zu nehmen …

– Weil Räumungen, vom Linienhof zum Schokoladen, von der Köpi bis selbst zum Tacheles, weiterhin emanzipatorische Projekte auseinanderreißen…

– Weil unsere Niederlagen und Verluste nicht vergessen werden dürfen sondern unsere Wut weiterhin nähren müssen …

– Weil wir uns wehren müssen gegen den Nihilismus des Kapitalismus, der uns erstickt … Wehren gegen eine Stadt, die für den Profit gemacht ist …

Wir weigern uns diesen Angriff auf unsere Stadt und alle Städte hinzunehmen, die von einem Markt-Totalitarismus und seinen politischen Ja-Sager_innen ausgeführt wird.

Wir machen unsere Melancholie zu einer Waffe!

ERHEBT EUCH, LEBENDIGE TOTE!

Wir, die Zombies der Liebig 14, sind aber nicht die einzigen Untoten, die von Gentrifizierung und in die Höhe schnellenden Mieten verjagt durch die Stadt laufen. Zombies im Job-Center, die sich mit sinnlosen 1-Euro-Jobs herumschlagen. Zombies! Verloren in den Katakomben der Lohnsklaverei. In der Schlange mit düsteren, verfaulenden Gesichtern an der Supermarkt-Kasse, in der U-Bahn. In ihren leblosen Augen spiegelt sich keine Hoffnung, wenn sie in den frühen Morgenstunden draußen auf der Straße, einem unnatürlichen Zwang folgend die Rufe unseres Körpers, das Verlangen nach Schlaf, ersticken. Zombies in den Büros, Zombies in der Schule, Zombies überall. Wenn wir Zombies zusammenkommen, zerschlagen wir die konstruierte Ruhe! Wenn wir in unserer Melancholie und Frustration zusammen sind, finden wir Stärke! Das Einzige, was noch unheimlicher ist als überall Zombies:

ZOMBIES GEMEINSAM AUF DER STRAßE!

Dies ist ein Aufruf. Überall nehmen sich Zombies die Straßen und Städte zurück. Berlin wird keine Ausnahme sein.

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Vorläufige Liebig14 – Termine 2012

***28. 01.***

ab 21:00 Soliparty für Prozesskosten der Räumungsrepression mit „Berlinska Dróha“ und „Čorna Krušwa“. Danach Punk, Wave, Indie vom Band mit DJ Alusie
in der KvU (kremmener Str. 8-11)

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***02. 02. (Jahrestag)***

10:00 Mahnwache! vor der Liebig 14 und im XB-Liebig
Den ganzen Tag Performances, Workshops, Diskussionen (von Radical Theory Berlin), Musik und warme Suppe mit den Kleinschmitz, Zaungäste, Čorna Krušwa, Mary Ocher, Geigerzähler
und diverse Kleinkünstler_innen

Convoi Wagenplatz
10:00 Den ganzen Tag Feuertonne und warme Getränke
17:00 Konzert mit Budyet und später „Sing to Death Karaoke“

ab 19:00 Konzert im Jugend[widerstands]museum Galiläakirche
(Rigaerstraße 9-10) mit
- Road Kill Zombies
- Levitations
- Zerfall
- Sandy Bird

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***04. 02.***

ab 12:00 Warm-up mit Schminken und Frühstück im Fischladen
(Rigaerstraße 83)

15:00 LIEBIG 14 – RETURN OF THE LIVING DEAD
Zombie-Parade
Bersarinplatz

Solikonzert im AGH und Party im Keller (Köpi)
Antirepressions Solikonzert & Party: Liebig 14 Nerver R:I.P.
Konzert: Beginn pünktlich um 20:30 Uhr
„Filou“ (Reggae, Sänger vom Berlin Boom Orchestra Solo aus Berlin) – „Pink Monkey Stuff“ (etwas mit Funk aus Berlin) – „Feine Sahne Fisch Filet“ (Ska-Punk aus Mecklenburg-Vorpommern)
ab 23:00 Uhr DJs im Keller:
„North Korean Rude Boys and Girls“ (Reggae, Soul, Ska, Roots) – „Dr. Jekill und Mr. Hide“ (Reggae, Soul, Dub)

Weitere Termine werden folgen: Schaut mal wieder auf
http://liebig14.blogsport.de/

Liebig14: Demo zum Jahrestag d. rechtwidrigen Räumung

Pressemitteilung vom 27.01.2012
Wohn- und Kulturprojekt Liebig 14
liebig14.blogsport.de
eMail:
liebig14press@hotmail.co.uk
Presse-Telefon:
0176/50630797

Jahrestag der rechtwidrigen Räumung
Demonstration und Mahnwache für die Liebig 14

Am 2. Februar 2011 wurde das Wohn- und Kulturprojekt in der Liebigstraße14 von mehr als 2500 PolizistInnen geräumt und 25 Menschen wurden im kältesten Monat des Jahres vor die Tür gesetzt. Nächsten Donnerstag am 2. Februar 2012 jährt sich die Räumung der Miete zahlenden BewohnerInnen. Die Räumungskosten überstiegen den Preis eines geforderten Ersatzobjektes bei weitem. Die Liebig14 ist zum Symbol des Widerstands gegen steigende Mieten geworden.

Diese Räumung war illegal. Der Hausverein hatte im Januar 2011 gegen die geplante Zwangsräumung gerichtlichen Rechtschutz beantragt und darauf verwiesen, dass die beabsichtigte Räumung des Vereins als Untermieter mit Räumungstiteln gegen die Hauptmieter unzulässig sei. Hintergrund war die eindeutige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Az.: IXa ZB 116/03 und Az.: I ZB 39/08), wonach gegen den Untermieter die Räumungsvollstreckung nicht aufgrund eines gegen den Hauptmieter ergangenen Titels betrieben werden darf. Diese Prüfung vollzog der Gerichtsvollzieher trotz schriftlichen Hinweisen nicht. Im Juni 2011 wurde vom Rechtsanwalt Max Althoff Verfassungsbeschwerde eingelegt.

Die Illegalität der Räumung wurde am 2. November 2011 gerichtlich bestätigt. Der erste angeklagte Bewohner, der sich während der Räumung in der Liebig 14 aufgehalten hat, wurde vom Amtsgericht Tiergarten freigesprochen. Die Räumungstitel bestanden nur gegen die MietvertragsinhaberInnen, nicht aber gegen die damaligen BewohnerInnen bzw. gegen den Verein, der sie repräsentiert. Weitere Freisprüche folgten.

Um zu zeigen, dass nichts vergessen ist wollen wir gemeinsam ein Zeichen gegen eine Stadtpolitik der Verdrängung setzen. Am Donnerstag den 2. Februar 2012 findet eine ganztägige Mahnwache begleitet von Konzerten, Performances und Diskussionsrunden vor der Liebigstraße 14 statt. Zusätzlich gibt es abends ein Konzert im Jugendwiderstandsmuseum in der Galiläakirche.

Am Samstag den 4. Februar wird der Unmut gegen die Verdrängung aus dem innerstädtischen Bereich mit einer Zombie-Parade auf die Straße getragen. Start ist um 15 Uhr am Bersarinplatz.

im Namen ehemaliger BewohnerInnen

weitere Informationen:
http://liebig14.blogsport.de

Anwältin Dr. Anna Luczak, Tel.: 030 54 71 6776
Anwalt Max Althoff (Mietrechtsanwalt der Liebig14), Tel.: 030 342 24 42 und 030 342 39 74

Liebig 14 Räumung war illegal, Freisprüche und §§§

Im November wurden die Bewohner_innen, die sich während der Räumung in der Liebig 14 aufgehalten haben, freigesprochen. Das Urteil beruft sich dabei auf die Tatsache, dass die Räumung unter diesen Umständen nicht hätte durchgeführt werden dürfen. Der Wunsch zu Räumen war größer, als der vorgeschriebenen Überprüfung Folge zu leisten. Auch wenn wir dadurch die Räumung nicht rückgängig machen können, kämpfen wir weiterhin um eine juristische Aufarbeitung von dem, was geschehen ist. .. Um einen guten Präzedenzfall für künftige Projekte abzugeben… und um nicht locker zu lassen.

(mehr…)

Vokü & Kino!!!

Berlinska Dróha in den heiligen Hallen der KvU

Die Empfehlung des Hauses für den 28.01.:
Schaut unbedingt in der KvU vorbei! Zum Solikonzert mit Berlinska Droha und Čorna Krušwa für Repressionskosten im Zusammenhang mit der Räumung der Liebigstr. 14.

In der KvU – Berlin in der Kremmener Str. 9- 11. Start ist 21:00.
Nach dem Konzert gibts noch Tanzmusik.

Weitere Infos gibts auf geigerzähler.blogsport.de

Grazie Mille

A big big thank you to the bands and all those who helped organize the Liebig 14 soli night in Forte Prenestino in Rome last Saturday! The night was a great one, and the cash made will be a huge help for our eviction and court case costs. Grazie a tutti e a la prossima!

Samstag 8.10 Solisause in Rom

Wir, das ultralinke Ex-MieterInnen-Kollektiv der Liebigstraße 14, freuen uns, Euch mitzuteilen:

Dass wir es endlich geschafft haben, uns neu einzurichten in unseren luxuriösen 1-Zimmer Appartements mit den dazugehörigen 35-Stunden Jobs.

Nachdem man uns, vor einem halben Jahr, aus unserem Haus geschliffen hat, waren wir erst etwas melancholisch gestimmt. Rasch jedoch erkannten wir die positive Seite und sahen darin eine Chance, unser Leben umzukrempeln! Wir fühlen uns jetzt wieder mehr verbunden mit der Gesellschaft und schlafen ruhig – wissend, dass wir zu diesem (sogar noch größeren) Kollektiv etwas mit unseren regelmäßigen Steuerabgaben beitragen können.

Es ist jetzt einfach einfacher. Wir müssen nicht mehr soviel nachdenken, wie wir leben oder wohnen wollen. (mehr…)



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