Aufruf zum Liebig14-Kinderschutzbund-Aktionstag am 9. Oktober

Am Freitag, den 9. Oktober wird das Berliner Landgericht die Kündigung von vier weiteren Mietverträgen der Liebig14 bestätigen. Von ursprünglich neun Verträgen existiert dann nur noch einer. Eine Räumung des seit fast 20 Jahren bestehenden Hausprojekts wird immer wahrscheinlicher.

Aus diesem Grund rufen wir Euch auf, an diesem Tag mit vielfältigen Aktionen gegen die drohende Räumung zu protestieren.

Einen besonderen Schwerpunkt des Aktionstags wollen wir auf den Kinderschutzbund legen. Einer unserer Vermieter, Edwin Thöne, ist Geschäftsführer des Kinderschutzbundes im westfälischen Unna. Trotz mehrerer Versuche unsererseits, eine einvernehmliche Lösung mit ihm zu finden, betreibt er weiterhin unsere Räumung.

In seiner Selbstdarstellung schreibt der Kinderschutzbund: „Sie [die Mitglieder] setzen sich gemeinsam mit über 10.000 Ehrenamtlichen und rund 3.000 Mitarbeitern für Kinder und gegen Missstände ein, drängen Politiker und Verwaltung zum Handeln und packen selber an. […] Aktiv wendet er [der Kinderschutzbund] sich gegen jede Form von Benachteiligung, Diskriminierung und Ausgrenzung nicht nur von Kindern, sondern aller Menschen. Denn nur in einer Gesellschaft, die durch Offenheit, Toleranz, ein friedliches Miteinander, Gerechtigkeit, Verständnis und Solidarität gekennzeichnet ist, werden Kinder eine gute Zukunft haben.“

Die Tatsache, dass Edwin Thöne – als Repräsentant dieser Organisation – es vermag, eine ganze Hausgemeinschaft mitsamt dreier Kleinkinder polizeilich räumen zu lassen, veranlasst den Kinderschutzbund allerdings nicht zum Handeln. Vielmehr behauptet er, es handle sich um eine „Privatangelegenheit“ seines Mitarbeiters und unterstellt den Bewohner_innen der Liebigstr. 14 „kriminelle Methoden“.

Gemeinsam mit Euch wollen wir dem Kinderschutzbund die Maske entreißen, um seine häßliche Fratze der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Denn eine Räumung ist niemals eine Privatangelegenheit. Sie ist ein Akt der Gewalt. Dagegen wehren wir uns und hoffen auf eure Unterstützung. Büros vom Kinderschutzbund gibt es viele, die Liebig14 gibt es nur einmal!

Weitere Infos und Materialien gibt’s demnächst hier auf dem Blog!