Kinderschutzbund droht Liebig14 mit rechtlichen Schritten

In einem Antwortschreiben auf den offenen Brief vom 25. September entzieht sich der Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers jeglicher Verantwortung für das Handeln von leitenden Angestellten seiner Organisation und stellt den Bewohner_innen der Liebigstr. 14 keinerlei Unterstützung in Aussicht. Außerdem droht er ihnen mit rechtlichen Schritten, sollten sie ein Banner mit der Aufschrift „Keine Räumung durch den Kinderschutzbund-Repräsentanten Edwin Thöne“ nicht von ihrem Haus entfernen. Die Bewohner_innen wollen sich mit einem bundesweiten Aktionstag am 9. Oktober wehren.

Hilgers verweist in seinem Schreiben auf das Fehlen einer rechtlichen Handhabe, gegen Edwin Thöne vorzugehen. Zugleich betont er mehrfach den „privaten“ Charakter der Angelegenheit. In der Quintessenz wird klar, dass es eher am politischen Willen als an der rechtlichen Durchsetzungskraft des DKSB-Präsidenten fehlt, sich für die Hausgemeinschaft und deren Kinder einzusetzen.

„Wir widersprechen ausdrücklich der Behauptung des Kinderschutzbundes, es handle sich um eine private Angelegenheit Edwin Thönes. Eine Hausräumung ist niemals eine Privatangelegenheit. Dies sollte einem Verband wie dem Kinderschutzbund, der vorgibt sich für soziale Belange zu engagieren, eigentlich klar sein“, so eine der Bewohner_innen.

Die Drohung, juristisch gegen ein am Haus befestigtes Transparent vorzugehen, verstärkt den Eindruck, dass es dem Kinderschutzbund eher um die Wahrung ihres Image als um den tatsächlichen Einsatz für eine bessere Gesellschaft geht. Um diesen Aspekt öffentlich zu problematisieren, ruft die Hausgemeinschaft für den 9. Oktober zu einem bundesweiten Aktionstag auf.