Archiv für Dezember 2009

„Die Autonomen sind total nett“ schrieb der tagesspiegel total nett am 9.12.

Die Liebigstraße, das Epizentrum der Anarcho-Berliner. Besetzte Häuser gibt es hier, immer wieder geraten Polizisten und Linke aneinander. Viele Anwohner haben Verständnis für den Protest der Linken. Aber Autozündelei wird kritisiert.

So muss es aussehen, ein Epizentrum der Revolution. Über der Liebigstraße flattern an einer langen Schnur schwarzrote Anarcho-Wimpel zwischen den sich gegenüberliegenden, schrillbunten Häusern Nummer 34 und 14. Die Fenster sind vergittert, Türen mit dicken Vorhängeschlössern gesichert, Transparente und Graffiti rufen „Wir bleiben alle“, „Wir sind nicht käuflich“ oder schlicht „Hey Ho“. Hier und da blinkt das eingekringelte Anarchisten-A. Von den Bewohnern der in der Szene „Frauen-Lesben-Trans-Hausprojekt“ genannten Nummer 34 und des „selbstverwalteten Hausprojekts“ Nummer 14 ist am Dienstagmittag allerdings keiner zu sehen. Die Häuser wirken im Nieselregen wie Filmkulissen, die nach einem Dreh stehengeblieben sind. Doch der langsam vorbeifahrende Polizeitransporter erinnert daran, dass hier Staat und Szene einen harten Konflikt ausfechten. (mehr…)