Einladung zum Nachbereitungstreffen vom Festival – oder: der Tag danach

Donnerstag, den 04.03. um 19 Uhr

Etwa drei Wochen sind nun schon seit dem Festival vergangen und seit dem haben wir nicht viel von uns hören lassen. Zehn Tage Festival sind nicht spurenlos an uns vorbeigegangen. Schlaflosigkeit, Chaos ohne Ende und jeden Morgen ein fieser Kater sind die eine Sache, aber, was viel wichtiger ist, soviel Power und Unterstützung von euch waren es wert und jeder Tag, egal ob Wochenende oder nicht, hat sich gelohnt und uns viel Mut und Kraft gegeben.
Vielen vielen Dank an alle die uns geholfen haben, die Vokü-Crews, die Bands und MusikerInnen, vielen Dank für die Workshops, die Bar- und Türschichten, die Austellungen und Leihgaben dafür, die Performances und Feuershows, das Brennholz für die später leider von den Bullen geklaute Feuertonne und für die Tonne selbst. Außerdem für die vielen coolen Poster, Plakate und Flyer und für das Verteilen dieser über die ganze Stadt. Ein fettes Dankeschön an die Scherer-und Supamollicrew die am letzten Abend all unsere Verplantheit ausbaden mussten, die Leute aus der Köpi, die zum Glück all die Krankheitsausfälle an der Tür ersetzen konnten, den Convoi für all die brennenden Weihnachtsbäume und die beste Suppe aller Zeiten, die 34 und 94 für ihre Unterstützung an allen Ecken und Enden und die Ausdauer uns in den zehn Tagen als NachbarInnen ertragen zu haben. Danke an die Kommandantur für das belichten der Siebe, an BerTA für den Brunch, die Scharni für die coole Party und natürlich auch an Schwarzer Kanal, Elfi, New York und die 78. Natürlich auch an alle, die jetzt hier vergessen wurden, bitte seid uns nicht böse.

Es ist nicht immer leicht ständig mit dem Druck zu leben, dass jeden Tag der Räumungstermin ins Haus flattern könnte und bald darauf die Bullen uns die Tür eintreten um uns rauszuschmeißen. Doch wenn allein die Leute, die mit uns auf dem Festival gearbeitet, gefeiert, getanzt, diskutiert, gekocht, demonstriert oder einfach nur abgehangen haben mit uns auf die Straße gehen hat diese beschissene Stadt ein Problem, und das ist auch verdammt noch mal gut so. An dieser Stelle ein herzliches „Fuck Off“ an die berliner Polizei, die sich mal wieder nicht zu Schade war immer wieder vor der Tür rumzustressen, Leute zu belästigen, anzugreifen und festzunehmen. Ein „Fuck Off“ an Edwin Thöne und Suitbert Beulker, denen wir diesen ganzen Ärger zu verdanken haben und ein „Fuck Off“ an die herrschenden Verhältnisse, die all dies erst ermöglichen und die wir deswegen mit all unseren Mitteln bekämpfen müssen.

Zu guter Letzt möchten wir euch hiermit zu Dinner und Nachbereitungstreffen am Donnerstag, den 04.03. um 19 Uhr einladen. Lasst uns darüber reden, was gut gelaufen ist, was wir nächstes mal besser machen können und wie wir uns in Zukunft gegenseitig unterstützen können.

Mögen sie sich alle die Zähne an uns ausbeißen!
Wir bleiben Alle!
Äääähtsch!