Danke! Danke! Danke!


An alle Unterstützer_innen der Liebig14

,die in den letzten Tagen und Wochen unglaubliches geleistet haben. Besonders der 2. Februar hat gezeigt: Wir sind viele und wir sind stark!
Und so wollen wir, die nun ehemaligen Bewohner_innen der 14, uns bei all den Menschen bedanken, die durch Texte schreiben und Flyer verteilen, Mobilisieren im Bekanntenkreis, öffentlichkeitswirksame Aktionen aller Art, durch Kreativität und Entschlossenheit deutlich gemacht haben, dass wir nicht tatenlos zusehen werden, wie die letzten Orte unkommerzieller Kultur und kollektiven Lebens Stück für Stück platt gemacht werden. Tausende haben unglaubliche Dinge auf die Beine gestellt.
Es ging und geht in unserem Widerstand nie nur um die Liebig 14, sondern um alle bedrohten Hausprojekte, um alle aufmüpfigen Mieter_innen, die sich wehren und um unser Recht auf eine Stadt, die nach den Bedürfnissen ihrer Bewohner_innen gestaltet wird und nicht nach Maßgabe von Profit.
Der support für die 14 und die Wut auf die totale Kommerzialisierung unserer Städte waren größer als von vielen erwartet.
Der Sachschaden an Büros von Immobiliengesellschaften, Luxusshops, Staat und Polizei überstieg die „Vorkommnisse“ des letzten 1. Mai an Zielgerichtetheit und Kosten.
Über Stunden hatten die Cops jede Kontrolle über die Lage verloren. Mehrere Gruppen von hunderten Menschen zogen Richtung Mitte. Über die Ereignisse des vergangenen Tages und der letzten Nacht ist zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer ein Überblick zu gewinnen.
Etlche Soli-Demos und Aktionen im ganzen Bundesgebiet, in Kiel, Dortmund, Bielefeld, Hamburg, Leipzig, Göttingen, Tübingen und anderen Städten weitere in Kopenhagen, sogar in Japan und Peru. Schon im Vorfeld hatte es auch in Berlin beinahe täglich Hausbesetzungen gegeben. Die Vielzahl von kreativen_bunten_militanten_xxxx Unterstützungsaktionen,von lieben e-mails und Briefen, Umarmungen und Soli-Streetart lässt sich kaum fassen. All das hat uns viel Kraft gegeben. Wir haben gesehen, dass wir nicht allein sind.
Und vor allem haben wir gesehen, dass wirzusammen stärker sind als Polizeigewalt und Wirtschaftsinteressen. Senat und Bullen machen sich in die Hose. Und auf dieser Erfahrung können wir aufbauen.
Lasst uns weiterhin auf allen Ebenen die Stadtgestaltung in unsere eigene Hand nehmen. Neue Hausprojekte, Gemeinschaftgärten und Graffiti statt Immobillienbüros und Carlofts. „Das politische Klima in der Stadt“ sei gefährdet sagt Körting. Das lässt uns hoffen…
Let’s push things forward.

Es geht weiter. Diese Räumung bedeutet nicht das Ende, sondern das Aufflammen unserer Wut!


13 Antworten auf „Danke! Danke! Danke!“


  1. 1 Haschu 03. Februar 2011 um 18:35 Uhr
  2. 2 ella 03. Februar 2011 um 18:56 Uhr

    Liebe ehemalige Bewohner der Liebig 14,

    was passiert nun mit euch? Wo kommt ihr nun unter?
    Das Ganze ist doch einfach nur scheiße.

  3. 3 svoboda 03. Februar 2011 um 19:05 Uhr

    thanks to u guys support from an italian antifascist who has beel always there or almost during these days of protest along with other italian and latin american and european activists. keep the struggle up and once again GANZ BERLIN::::::::HEIST DIE POLIZEI!

  4. 4 support 03. Februar 2011 um 22:28 Uhr

    Die aufgeflammte Wut, die sich gestern als nettes kleines Lagerfeuerchen entpuppte sollte weiter genutzt werden um einen großbrand auszulößen in den Köpfen der autonormalverbraucher.Keep it warm!

  5. 5 Verena 03. Februar 2011 um 22:57 Uhr

    Bzgl. Verkommerzialisierung gibts einen Punks, aber so wahnsinnig toll war das Sachen-Kaputt-Schlagen nun auch nicht – noch mehr Scherben im Kiez… Der obige Slang erinnert mich teilweise an den tiefsten 80er Mief und was für ein Blödsinn: >>dass wir zusammen stärker sind als Polizeigewalt und Wirtschaftsinteressen. Senat und Bullen machen sich in die Hose.

  6. 6 Plr 04. Februar 2011 um 0:33 Uhr

    Geht es denn jetz noch weiter?

  7. 7 Füreinschöneszuhause 04. Februar 2011 um 10:20 Uhr

    http://reporter.indivia.net/sgomberato-il-liebig14-a-berlino/

    Solidarität,Grüsse und ein schneller schlagendes Herz auch aus Ferrara/Italien.

  8. 8 Antispeziesistische Aktion Tübingen 05. Februar 2011 um 0:37 Uhr
  9. 9 Freiraum ist kein Inhalt 05. Februar 2011 um 16:05 Uhr

    ICH BIN SAUER!!! Wer auch immer im Rahmen Eurer „Die Räumung wird teuer“ das Bruno & Max Taut Haus am Engelbecken beschädigt hat: Ihr seid Vollidioten! Dieses Haus ist eines der grossartigen und wichtigen Architekturdenkmale der klassischen Moderne. Gebaut für die Transportarbeiter-Gewerkschaft 1927, eines der ersten Stahlskelettbauten und bevor ich Euch mit Eurem kulturellen Erbe langweile: Von einem Architekten, der mit seinem Bruder Max Taut für ein paar Bauten in Berlin verantwortlich ist, deren I N H A L T mal eben kurz mit den Schlagworten: Demokratische, soziale Stadt beschrieben werden kann. Das allerdings sollte interessieren, wenn man politisch ernstgenommen werden will. Der „Freiraum“ um den ihr kämpft, will mit Inhalt, mit Politik und Bewusstsein gefüllt sein. Freiraum wollen alle. Auch die Bösen.
    Es ist eine Katastrophe, dass in diesem Gebäude jetzt ziemlich teure, wahrscheinlich ziemlich schöne, für betuchte Leute gebaut werden. Aber die Verantwortung dafür trägt die Gewerkschaft, die es an einen privaten Investor verkaufte. Die Stadt, die auf keine Nutzung drängte, die der politisch-kulturellen Bedeutung gerecht wird – also zum Beispiel, dass der Aufbau-Verlag das Gebäude nicht bekommen konnte. (Der zieht jetzt an den Moritzplatz) Aber es liegt auch an Leuten wie Euch, die ihre Gentrifizierungs-Klischees pflegen, statt POLITIK zu machen.
    Die Initiativen und Gruppen der geräumten Yorckstrasse 59, haben sich ja auch für den bequemen Weg entschieden: Im Bethanien Räume zu nehmen, die eigentlich schon belegt waren. Wäre interessant gewesen zu sehen was passiert, wenn Leute das Taut-Haus besetzen und dann sagen: Das ist unser Erbe, das wird wiederhergestellt, wird gepflegt, kriegt einen Zweck, das seine Geschichte fortführt. Aber das muss man machen und wenn man es nicht kann, dann muss man hoffen, das die jetzige Nutzung das Gebäude wenigstens so lange erhält, bis vielleicht wieder Leute kommen, die gewillt, und in der Lage sind, es in das soziale und kulturelle Eigentum der Stadt, also seiner Bewohner zurückzuführen. Ihr aber geht einfach los und trampelt darauf herum, im Ergebnis nicht anders als diejenigen, die Berlin aus Profitinteresse, Desinteresse oder einfach Dummheit zerstören.
    Holt Euch das Taut-Haus, statt es zu beschädigen! Mannomann!

  10. 10 Kate 05. Februar 2011 um 19:36 Uhr

    Ein weiterer Verlust! Ich bin als junges Mädchen in die Mainzer gekommen , habe in der K9 und der Pfarrstaße gelebt, habe tolle abende in der Rigaer verbracht. Es ist das Berlin meiner Kindheit und Jugend die seite der Stadt die mich geprägt hat die mir gezeigt hat wie gross und vielfältig Berlin ist.DOch hat der Hauptstadboom all das zerstört von dem was diese Stadt einstmals ausmachte ist nicht mehr viel geblieben und mit der Liebig 14 ist ein Weiteres Stück Geschichte , ein weiteres Stück freiheit verloren gegangen!!! Es macht mich traurig und wütend mit anzusehen und zuhören wie die MEnschen denken und handeln, habt ihr mal in den letzten Tagen im Supermarkt gestanden und gehört wie die leute reden wenn sie die Schlagzeilen überfliegen? Es tut weh!!! Alle Autonomen und Hausbesetzer gehören eingesperrt, Asoziales Pack!!! Ich habe einen großen teil meiner Jugend mit diesen Menschen verbracht und ich bin unendlich Dankbar für diese Chance und froh über all die MEnschen die ich kennen lernen durfte auch wenn viele Heute nicht mehr unter uns weilen :-( Mein Leben in diesen Häusern gehört wohl zu den besten Abschnitten in meinem Leben ich habe so viel gelernt und wurde selbst mit 14 genauso ernst genommen wie jemand mit 20. Auch wenn ich heute ein wohl eher Bürgerliches Leben führe Mein Herz gehört immer noch den Menschen die sich Ihre Freiräume erkämpft haben und für ihre erhaltung gekämpft haben!!!! Mit der Liebig 14 ist wieder ein teil dieser Stadt gestorben und wieder ein schritt in die falsche richtung getan.

  11. 11 Freiraum ist kein Inhalt 21. Februar 2011 um 15:44 Uhr

    Soso – „Kein Kommentar“ zu Eurer Lobeshymne auf die Solidarität, obwohl es den ja gibt seit mehr als zwei Wochen. Zensiert Ihr etwa, Ihr Freiraumhelden? Wo ist der Kommentar zu der schwachsinnigen Aktion, das Baudenkmal „Tauthaus“ am Engelbecken zu beschädigen. Was ja nur Vollidioten tun, die nicht in der Lage sind sich dieses kulturellen Erbes zu bemächtigen und daraus was vernünftiges zu machen. Wenn man das nicht auf die Reihe kriegt, dann muss man die Arschlöcher, die sauteure Eigentumswohnungen draus machen, halt gewähren lassen. Und hoffen, das man sich das Haus irgendwann zurückholen kann. Wenigstens bleibt es dann so lange erhalten. Als Beispiel der Architekturmoderne und der demokratischen sozialen Stadt: Von 1927! „Freiraum“ ist eben kein Inhalt – Freiraum wollen auch die Verbrecher. Ihr werdet mich davon überzeugen müssen, dass Ihr nicht bloss Wohnraum umsonst wollt. Den hätten nämlich auch alle gerne.

  1. 1 Zementblog » Freund, Helfer, Hausentsetzer Pingback am 03. Februar 2011 um 21:49 Uhr
  2. 2 2.Februar 2013: Zombies aller Länder! Heraus zum 2. Februar! | Wir bleiben alle! Pingback am 28. Januar 2013 um 15:35 Uhr
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