Redebeitrag der KvU vom 2. 2.

Es wird kalt in Berlin, das liegt nicht daran das derzeit Winter ist. Nein es die soziale Kälte die entsteht weil immer mehr soziale Einrichtungen und Freiräume platt gemacht oder privatisiert werden. Sei es die Stille Straße, die sich zum Glück erfogreich zur Wehr setzen konnte oder die Liebig 14 die sich leider nicht halten konnte.

Freiräume werden immer knapper denn sie müssen der Profitmaximierung weichen, immer mehr, immer schneller. So ergeht es derzeit auch der KvU.
Im August 2011 haben wir erfahren das unsere Mietverträge nicht verlängert werden sollen. Warum das so ist, antwortete unsere Hausverwaltung die Ernst G Hachmann GmbH in ihren Räumlichkeiten in der Westfälischen Str. 37-41 in 10711 Berlin, erst nach hartnäckigem Nachfragen unsererseits, das man sanieren wolle. Nun meinten wir das uns das nicht weiter stören würde da die Bauarbeiten meiste dann statt fänden wenn bei uns eh kaum etwas los ist. Das war auch richtig doch unsere Anweweseheit störte jemand anderen, Herrn Michael F. Simoncic. Doch wer ist dieser Michael F. Simoncic? Zu allererst ist er der Geschäftsführer der Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH. Wohlgemerkt er ist nur ihr Geschatsführer, die Besitzerin dieser Firma ist die Immowert Immobiliengesellschaft mbH. Kurioserweise hört der Geschaftsführer dort auf den selben Namen. Zufall? Unwahrscheinlich. Die Firma gehört zu 99% der Michael F. Simoncic-Privatstiftung und zu 1% Ingrid Simoncic, seiner Mutter. Ein echte Familien unternehmen wie es scheint. Übrigens die Michael F. Simoncic-Privatstiftung Anzutreffen sind all diese illustren Firmen in der Währingerstr. 47 in 1090 Wien in Österreich. Dieses Firmennetzwerk ist dermaßen dicht gestrickt das ein Filzmantel dagegen wie ein großmaschiges Netzoberteil wirkt.

Doch was hat Herr Simoncic im Sinn. Sein Firmengefleccht dient dem Zweck Immobilien in gehobener Innenstadtlage aufzukaufen, zu sanieren und dann teuer weiter zu verkaufen. Denn Michael weiß was Berlin braucht. Nicht etwa soziale Freiräume, nein Berlin braucht mehr überteuerte Luxuswohnungen mit güldenen Türhrahmen, Fensterscheiben aus Platin und Fussböden aus Kristallglas inklusive geothermischer satelitengesteurter Fussbodenheizung.

Doch wir werden uns nicht einfach vertreiben lassen. Widerstand hat bei uns Tradition, und diese Tradition werden wir fortsetzten, zusammen mit euch. Zusammen werden wir diesen Immobilienschnösel entgegentreten und ihm zeigen was eine Harke ist… ähh eine Harpune damit erlegt man Immobileienhaie. Wir sehen uns in der KvU zu einer gepflegten Immobilienhaifischflossensuppe.

Es gibt übrigens noch einen anderen Beitrag in Blau und Gelb.