In den Tagen vor der Räumung wurden Schilder aufgestellt, die das Parken vor der Liebig 14 verbieten. In größerem Umkreis zogen es viele Anwohner_innen vor, freiwillig ihr Auto nicht im Kiez zu parken und sich stattdessen mit dem Taxi vor die Haustür bringen zu lassen. Die merkwürdige Stille, die dadurch entstand, wurde immer wieder gekreuzt durch vorbeifliegende Hubschrauber, brummenden Wannen und klirrende Flaschen.
Viele Leute sind die ganze Nacht vor der Räumung bei Eiseskälte auf der Straße geblieben. Manchmal spielt Livemusik und besänftigt blank liegende Nerven. Paar Leute versuchen sich beim Bäcker aufzuwärmen. Viele wollten einfach da sein, auch wenn sie keinen genauen Plan hatten, wie sie in dem scheußlichen Spektakel, das bevorsteht, selbst aktiv werden können.
Warten? – Oder doch bei einem Spaziergang durch’s Kiez die Zeit noch nutzen? Die, die draußen sind, haben die ganze Zeit und ganz Berlin. Für die, die drin sind in der Liebig 14, rückt der gerichtlich festgelegt Termin der Räumung immer näher, 8 Uhr, und es gibt noch einiges an den Barrikaden zu arbeiten. (mehr…)
Archiv der Kategorie 'Allgemein'
**************************************
Zombieparade Sa 4.2., 15:00 BERSARINPLATZ
**************************************
Plakate & Flyer zum selber drucken
(English version on page 2)
Im Februar letzten Jahres wurde die Liebig 14 durch ein massives Polizeiaufgebot geräumt. 25 Menschen verloren ihr Zuhause und Berlin verlor einen weiteren Ort für alternative Kultur, für emanzipatorische politische Organisation. (mehr…)
Stadtsoziologe Andrej Holm über Liebig14, anstehende Räumung des Schokoladen und die Neuordnung der Innenstadt
Und von 4.02.11: „Die Liebig 14 und der kommende Aufstand“
Am Donnerstag, den 2. Februar 2012, jährt sich die rechtswidrige Räumung des alternativen Wohn- und Kulturprojekts Liebig14. Allein die Polizeikosten der Räumung und der darauf folgenden Portestwelle überstiegen den Preis eines geforderten Ersatzobjektes bei weitem. Die Miete im Haus ist nach der Sanierung um das vier- bis fünffache gestiegen. Bei der Neuvermietung wurden Berliner Interessent_innen bewußt ignoriert. Die Hausnummer Liebigstrasse 14 wurde von den Eigentümern Suitbert Beulker und Edwin Thöne ausgelöscht und der ehemalige Zugang verschlossen. Die neuen Bewohner_innen können das Gebäude nur über einen Nebenzugang in der Rigaerstraße 96 betreten. Die Liebig 14 ist zum Symbol des Widerstands gegen steigende Mieten geworden. Zum Jahrestag sind verschiedene Veranstaltungen geplant.
Informationen: Liebig14 Blog | Pressemitteilungen der L14 | L14 in der Presse | Solidaritäts Blog | Termine
Indyartikel 2012: 1 | 2 | 3
Vorankündigungen zur Mahnwache (Do 02.02.2012) & Demo (Sa 04.02.2012): Liebig14 Blog | Indy | dapd | Jungle World | TAZ | Tagesspiegel | Berliner Zeitung | Morgenpost | Berliner Kurier | Junge Welt
Videoobservation der Dächer: TAZ: 1 2 3 | Tagesspiegel: 1 2 3 | L14 | Berliner Zeitung | BZ | berlinonline | neues Deutschland | Morgenpost | blog |
Indyartikel vor der Räumung 2011: Mittelspalte | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23
Indyartikel nach der Räumung 2011: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6
Indy-linksunten 2012: 1 | 2 |
Indy-linksunten 2011: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7
Solidaritätsaktionen 2011: Hildesheim | Bremen (2. Sponti) | Aue | Giessen | Konstanz | Kiel | Hannover | Halberstadt | Jena | Itzehoe | Hamburg (2. und 3. Demo 1, 2)| Freiburg | Saarbrücken | Köln | Osnabrück | Düsseldorf (2) | Rostock | Hamburg | Göttingen | Frankfurt | Oslo | Cottbus | Glachau | Rendsburg | Weilheim | Erfurt | Salzwedel | Thüringen | Köln | Arnstadt | Tübingen | Dortmund (02.02.2011) | Frankfurter Allee | im Netz | Kreuzberg
internationale Solidaritätsaktionen 2011: Kopenhagen (02.02.2011), deutsch | Kopenhagen (04.02.2011) | Chişinău, Moldawien (28.01.2011) | Edingburgh – Protest vor deutscher Botschaft (18.01.2011) | Quito, Ecuador (30.01.2011) | London – Protest vor Botschaft (14.01.2011) | Bristol (11.01.2011) | St.Louis (09.02.2011) | Peru, Iquitos (2011)
Bilder der Räumung: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | Videos der Räumung: 1
Mieterorganisationen: allgemein: Mietenstopp Bündnis | Berliner Mietergemeinschaft | Berlinappell | Initiative Stadt neudenken | Gentrification Blog | unverkaeuflich.org | gegen-zwangsumzuege.de | im Kiez: Friedrichshain | Kreuzberg | Kreuzberg | Kreuzberg | Cafe Reiche | Graefe-Kiez | Camisso-Kiez | Neukölln | Rixdorf | Fuldaweichsel-Kiez | Treptow | Marthashof | Barbarossastr. 59 | Mieterladen Tempelhof | Tempelhof für alle | Hamburg: Mietenwahnsinn | Recht auf Stadt
„Neighbours Who Care – Polizeieskalationen werden uns nicht auseinander reißen!“
Keine Räumung! Keine Razzia! Solidarität mit der Schokoladen und der Rigaer 94!!!
Die gesetzliche Unrechtmäßigkeit der Räumung der Liebig 14 ist kein Einzelfall. In der Vergangenheit wurden in Berlin immer wieder Hausprojekte illegal geräumt. In den meisten Fällen wurde auf die juristische Klärung im Nachhinein verzichtet, weil sie keine Aussicht auf Rückkehr ins Gebäude ermöglicht. Es gibt dennoch Beispiele bei denen der Rechtsbruch offiziell bestätigt wurde. (mehr…)