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Friedrichshain: Juppies machen mobil!

Seltsame Plakate werden derzeit in Friedrichshains Straßen geklebt. Die Plakatiererinnen und Plakatierer tragen feinen Zwirn und beklecksen sich nicht mit Kleister. Wie sie das machen, wissen wir nicht. Wir wissen aber um die Ungeheuerlichkeit der plakatierten Slogans: MEHR RENDITE MIT DER MIETE, WAGENPLÄTZE ZU TOWNHOUSES, MEHR LEBENSQUALITÄT DURCH MIETSTEIGERUNG sowie ZOMBIES RAUS AUS UNSERER KAPITALANLAGE! Hier ein Beispiel:

Recherchen haben ergeben, daß es sich bei den Urhebern um eine Gruppe der extremen Mitte namens FPD (Friedrichshainer Patriotische Demokraten) handelt, die nach den Wahlen in Niedersachsen wieder Morgenluft wittern. Sie rufen auf ihrem Blog unter anderem zur Gegendemonstration gegen die Mahnwache anlässlich des 2. Jahrestages der polizeilichen Räumung unseres Hauses auf:

Die FPD ist als Vertreterin der extremen Mitte ein Zusammenschluss bodenständiger weltoffener liberaler, konservativ-grüner Sozialdemokraten und Regierungslinker. Da uns das Privateigentum noch etwas wert ist, treten wir für die Interessen unterdrückter Hauseigentümer ein. Mehr Rendite mit der Miete! Wer kein Geld hat, soll nach Cottbus ziehen! Und am 2. 2. gemeinsam gegen Zombies und Chaoten in der Liebigstraße!

Friedrichshainerinnen und Friedrichshainer! Lassen wir uns das nicht bieten! Oft schon wurden Söldlinge des Kapitals aus dem Kiez geworfen! Bei unserem gerechten Kampf ist allerdings Vorsicht geboten! Ein Frontalangriff kann leicht verloren gehen, da die Berliner Polizei die Juppieschweine vor dem gerechten Zorn der Friedrichshainer Massen schützen wird. Wir rufen Euch deshalb dazu auf, euch zu tarnen und wie Fische im Wasser zwischen den Anzugträgern zu schwimmen um im richtigen Moment zuzuschlagen.

Kommt alle um 16 Uhr auf den Dorfplatz. Lauft mit und wartet auf das Signal!

Einige Zombies unter der Liebig 14

Zombies empfehlen: Auch mal den Kiez verlassen!

Eine gute Gelegenheit bietet sich am Samstag, den 26.1.. Da findet um 11 Uhr ein Kiezspaziergang in Zehlendorf statt. Hier geht es darum dem Verantwortlichen Andre Franell schon im Vorfeld zu zeigen, daß er mit der für den 14. 2. geplanten Zwangsräumung ein Problem bekommen wird.

Zwangsräumung Verhindern schreibt:

Kiezspaziergang // S-Bahnhof Zehlendorf // Sa. 26.1. // 11 Uhr

Am 14. Februar soll die Familie Gülbol aus ihrer Wohnung geräumt werden, der Vermieter Andre Franell zeigt sich bisher uneinsichtig. Nun findet am Samstag ein Kiezspaziergang in Zehlendorf statt, der am Haus von Andre Franell vorbeiführt. Wir wollen die Nachbar*innen über Andre Franell und die drohende Zwangsräumung informieren und mit Umzugkartons durch Zehlendorf laufen.

Immer mehr Menschen werden aus der Innenstadt verdrängt, immer häufiger auch gewaltsam durch Zwangsräumungen. Zwangsräumungen sind dabei das Resultat eines kapitalistisch organisierten Wohnungsmarktes und einer Politik, welche den Standort Berlin und nicht die Bedürfnisse der Menschen in den Vordergrund stellt.

Mit den Umzugskartons wollen wir Verdrängung sichtbar machen. Vielleicht lässt uns Andre Franell ja auch spontan in leere Zimmer in seiner Villa einziehen und wir können die Senatspolitik von Durchmischung und Verdichtung praktisch werden lassen.

Bringt Umzugskartons mit !

Und wenn Franell auch nach unserem Besuch nicht einlenkt: Kommt zur Blockade der Zwangsräumung am 14. Februar !

Freund_innen und Sympathisant_innen der KvU laden währenddessen dazu ein, das erste Februarwochenende in Wien zu verbringen. Wir werden sie am 2. Februar vermissen. Vor allem aber hoffen wir, daß am Jahrestag unserer Räumung eine Immobilienfirma in den Wahnsinn getrieben wird und endlich aufgibt. KvU muss bleiben!

Wir Bleiben alle!
Für den Erhalt des Berliner Kulturprojektes KvU.

2. Februar 2013 / 14 Uhr / Wien
Demonstration zum „Besitzer“ der KvU

Packt die Sachen, es geht nach Wien…

Die Kirche von Unten (KvU), eines der ältesten links-alternativen Projekte Berlins, steht mit Beginn diesen Jahres ohne Mietvertrag da und blickt einer Räumung entgegen. Die Immowert Arkonahöfe Berlin GmbH , eine Untergruppe eines äußerst undurchsichtigen Firmengeflechts von AGs, GmbHs, samt eigener Stiftung, schlug jedes Gesprächsangebot in den Wind [1]. Nach nun rund zwei Jahren Schriftverkehr, schwammigen Antworten der Hausverwaltung und der Nichtverlängerung der Mietverträge diesen Januar, reißt uns der Geduldsfaden. Wir werden darum Michael F. Simoncic, einem „Eigentümer“ der KVU, am 2. Februar einen Besuch abstatten. Dafür machen wir uns auf den Weg nach Wien.

Hier findet am Vortag, dem 1. Februar der sogenannte „Wiener Akademiker Ball“ statt. Das Spektrum der Burschenschaften, die den Ball ausrichten und besuchen fristen im Vergleich zu deutschen Burschenschaften kein Nischendasein, sondern bekleiden mehrheitlich politische und wirtschaftliche Führungspositionen in Österreich. Die komplette FPÖ-Führungsriege, sowie Vertreter*innen anderer rechter europäischer Parteien geben sich hier die Klinke in die Hand. So war im letzten Jahr beispielsweise die Vorsitzende der Front National, Marine Le Pen, gerngesehener Gast des Balls. In diesem Jahr ausgerichtet von der rechtspopulistischen Regierungspartei FPÖ, veranstaltet in der Wiener Hofburg [2] und mit bis zu 1000 Gästen, ist der Ball eine der langjährigsten und größten Veranstaltungen der rechtspopulistischen Elite in Europa. Ein guter Anlass also für ein grenzübergreifendes Vorgehen gegen Faschismus und die Durchökonomisierung aller Lebensbereiche. Gerade die Krisen- und Rechtsentwicklung in Europa macht ein gemeinsames Agieren gegen diese Missstände notwendig.

„Freiräume“ im Kapitalismus gibt’s nicht – und trotzdem sind sie notwendig!

Selbstverwaltete Räume sind Grundvoraussetzung für den Widerstand gegen die Ekelhaftigkeiten des Kapitalismus. Die FPÖ und deren ebenso patriarchaler Anhang verkörpern sehr anschaulich genau diese ideologische und seelische Hässlichkeit. Selbstverwaltete Räume sind aber auch Orte, an denen wir eine Verschnaufpause von der alltäglichen Konkurrenz-Tretmühle nehmen können. Sicher ist in unseren „Freiräumen“ nicht alles perfekt und die komplette Abstreifung aller schlechten „Ismen“ noch weit entfernt aber ein Leben und Kämpfen ohne sie wäre einfach nur beschissen. Darum ist der Erhalt der KVU und aller linken Wohn- und Kulturprojekte unabdingbar.

Kirche von Unten – 26 Jahre widerständig

Für alle die die KvU nicht kennen soll hier in Kürze die Geschichte des Ladens angerissen werden:
Zu DDR-Zeiten sammelten sich in der „Offenen Arbeit“ der evangelischen Kirche etliche Leute die in den damaligen offiziellen Jugend und Freizeitangeboten keinen Platz fanden. In Berlin und anderen Städten Deutschlands wurden kirchliche Einrichtungen zur Heimstätte von Subkultur und linker Politik, links von der DDR. Trotz Sympathie für oppositionelle Bewegungen war die Kirche stets um ein entspanntes Verhältnis zum Staat bemüht, was unter anderem zu Maßregelungen und Versetzungen einzelner Kirchenmitarbeiter*innen führte. Gegen diese Tendenz veranstalteten oppsitionelle Gruppen im Juni 1987, parallel zum offiziellen Evangelischen Kirchentag, einen Kirchentag von Unten der großen Zuspruch erhielt. Aus der dort formulierten Forderung nach Handlungsautonomie und eigenen Räumlichkeiten entstand in der Folgezeit die Kirche von Unten als fester Anlaufpunkt für Punks, Freaks, Dissidenten usw. Im Oktober des selben Jahres griffen Neonazis ein Konzert der Band Element of Crime in der Zionskirche in Prenzlauer Berg an [3], das aus dem Spektrum der Kirche von Unten organisiert wurde. Für die Organisator*innen des Konzertes, zu denen maßgeblich Silvio Meier [4] zählte, war schon davor, aber spätestens nach dem Überfall klar, dass organisierter Widerstand gegen Neonazis in Ostberlin notwendig war und ist. Als Reaktion auf die verstärkte Nazipräsenz gründete sich im Juni 1989 in der KvU die erste Ostberliner Antifa Gruppe (ab Sommer 1990 Autonome Antifa Ostberlin) [5]. Bis heute ist die Kirche von Unten ihrem Anspruch treu geblieben, sozialer Ausgrenzung und rassistischem Bullshit durch die Schaffung selbstbestimmter Kultur etwas entgegen zu setzen.

Wenn es drei mal klingelt

Die Stadt wird von den Kapitalfraktionen nicht als Lebensraum betrachtet, sondern vor allem als Ware, die es bestmöglich zu veräußern gilt. Die Umwandlung von öffentlich zugänglichem Wohn- und Gewerberaum in Privatwohnungen lässt sich in diesem Zusammenhang als Trend auf dem europäischen Immobilienmarkt beobachten. Und so soll nun, wenn es nach dem Willen der Immowert-Gesellschaft geht, die KvU nach 26 Jahren, 21 davon in der Kremmener Sraße, zu Gunsten von privatem Wohnraum weichen. Für die Berliner Stadtteile Mitte und Prenzlauer Berg würde dies das Verschwinden eines weiteren Ortes gewachsener Gegenkultur bedeuten.

Wenn Das Immowert-Firmengeflecht und Simoncic keine Lust haben sich mit uns ins Benehmen zu setzen, kommen wir einfach mal vorbei. Räumliche Distanz sollte schließlich keine Rolle spielen. Wir rufen euch deshalb dazu auf am 1. Februar mit uns in Wien zusammen gegen den FPÖ-Fascho-Ball und am 2. Februar für die Verteidigung emanzipatorischer Politik und Kultur auf die Straße zu gehen.

Dieser Appell richtet sich speziell an die Menschen in Österreich, im Süden Deutschlands und die in Berlin, die sich gegen Nazis und für selbstverwaltete Freiräume einsetzen.

- Nutz die Anreisemöglichkeiten des Ums Ganze Bündnisses, das überregional gegen den rechten Ball mobilisiert.
- Organisiert die Anreise mit PKW‘s.
- Aus Berlin fährt ein Bus. Ein zweiter ist in der Mache.
- Mobilisiert zur Demo
- unterstützt als Gruppe den Aufruf (Mail an: polit@kvu-berlin.de)

Die Stadt als Ware? Wir sagen: Nein Danke!
Nationalismus? Haut mal ab mit dem Scheiß!
Wir bleiben Alle!

Allerneuste Infos bei der KvU und bei Wir Bleiben Alle.

Zombies aller Länder! Heraus zum 2. Februar!

Zweiter Februar 2011: 2500 Bullen räumen ein kleines Hausprojekt und haben sichtlich Mühe, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Es scheppert, raucht und wird ganz schön teuer. In ganz Deutschland und weit darüber hinaus gibt es Soliaktionen, Friedrichshain hat keine intakten Bankautomaten mehr und der politische Schaden für den Senat ist auch nicht zu verachten.


Fast zwei Jahre sind seit der denkwürdigen Räumung unseres Hauses ins Land gegangen. Seitdem ist einiges passiert. Die Mieten steigen weiter ungeahnte Höhen. Immer noch werden Mieter_innen und linke (Haus)projekte gekündigt, raussaniert und aus der Innenstadt verdrängt. Von der offiziellen Politik ist keine Hilfe zu erwarten. Bestenfalls gibt es Trostpflaster und Placebos.
Erfreulich ist, daß immer mehr Leute die Konsequenz ziehen, sich selbst zu organisieren und zu wehren. Die entstandenen Mieter_innen- und Stadtteilinitiativen sind mittlerweile so zahlreich, daß es schwerfällt, den Überblick zu wahren. Linke Hausprojekte und ihre Kämpfe sind ein Bestandteil einer breiteren Bewegung. Letztes Jahr wurde zwei mal die „Berliner Linie“ durchbrochen: Von Rentner_innen und Refugees. Wir freuen uns darüber und hoffen auf mehr!

Wir bleiben Untot!

Wir denken, daß es auch zwei Jahre später wichtig bleibt, Investoren und Politikern zu zeigen, daß ihre Probleme mit einer Räumung noch längst nicht vorbei ist. Wir möchten Euch deshalb einladen, den 2. 2. 2013 (zwischen 12:00 und 16:00) mit uns zusammen vor der Liebigstr. 14 zu verbringen. Versüßen werden wir uns die Zeit mit Livemusik, warmen Getränken, Vokü, echten Zombies (wütend und sehr gefährlich!) und brandneuen Infos zu aktuellen Bewegungen.

Weiter gehts…

Eine Nostalgieveranstaltung würde uns langweilen. Wir wollen deshalb auch keine machen. Wir möchten am 2. 2. vor allem unterstützen, was heute dringend ist. Solidarische Grüße an den Rummelplatz, die KvU, die Köpi, die Linienstr. 206 und die Rigaer 94 und alle anderen bedrohten (Haus)Projekte. Besonders dringend ist aber die am 14. 2. drohende Zwangsräumung in Kreuzberg, die schon zwei mal verhindert werden konnte. Auf ein Neues!
http://zwangsraeumungverhindern.blogsport.de/
Einige Zombies unter der L14

Zombies in der Liebigstraße

[english version below]

Berlin Friedrichshain 2013. Nieselregen. Nach besinnlichen Weltuntergängen und Feiertagen laufen wieder seltsame Gestalten mit starrem Blick durch die Straßen. Gullideckel heben sich, Staßenlaternen verlöschen. Im Feuerschein brennender Mülltonnen werden längst vergessene Rituale zelebriert. Von den Medien bewußt verschwiegen aber für viele Kiezbewohner_innen nicht zu übersehen:

DIE LIEBIG 14 IST UNTOT!

Mecklenburgische Str. 57 in Berlin Schmargendorf. Im Institut für angewandte Zombologie herrscht angespannte Ruhe. Institutspräsident Prof. Dr. Suitbert Franell ist besorgt. „Der Virus ist heimtückisch und wechselt ständig sein
Erscheinungsbild. Sollte ein Hausbewohner nach der letzten Mieterhöhung eine Hausversammlung einberufen wollen, melden sie es sofort dem Institut. Wir werden dann weitere Maßnahmen ergreifen. Gefährliche Ansteckungsherde sind auch sogenannte „Mieterberatungsstellen“ oder „Mieterinitiativen“, wie die „Palisaden-Panther“ oder „Kotti&Co“. Selbst hinter unscheinbar klingenden Namen wie „Stille Straße“ oder „Kirche von Unten“, verbergen sich allzu häufig nicht zu unterschätzende Gefahren. In den letzten Jahren hat auch die Verbreitung über die neuen Medien stark zu genommen. Webseiten wie
zwangsraeumung verhindern, mietenstopp oder wir bleiben alle sind nur die Spitze des Eisberges.

Das Institut hat Untersuchungsmethoden entwickelt um bei Zombiebefall wenigstens Aufläufe und Herdenbildung vorherzusagen. Dabei konnte festgestellt werden, daß gerade an bestimmten Daten und Orten besondere Gefahrenlagen entstehen. Augenfällig wird dies am 2. Februar an der Rigaer Ecke Liebigstr. (im Jargon einiger Infizierter auch „Dorfplatz“ genannt).

Dazu bemerkt der Experte:“Zwischen 12:00 und 16:00 MEZ werden sich Zombies aller Art auf eben diesem „Dorfplatz“ zusammenrotten und sich zunächst noch unscheinbar mit Kaffee, Glühwein und sogenannter „Vokü“ aufzuputschen, um dann lauthals in die von verschiedenen Musikern dargebotenen Hassgesänge gegen die Immobilienwirtschaft einzustimmen. Die von den dadurch entstehenden Schallwellen ausgehenden Gefahren sind noch nicht abschließend erforscht. Noch gefährlicher sind allerdings zu erwartende demonstrative Akte im Anschluss. Hier arbeitet unser Institut noch an einer effektiven Gegenstrategie.

Vorerst gilt es, folgende Regeln zu beachten:

- Halten sie Türen und Fenster geschlossen.
- Reden sie nicht mit ihren Nachbarn.
- Leisten sie keinen Widerstand.
- Wer nicht über Los geht wartet am Stadtrand

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Strange creatures around Liebigstraße

Berlin Friedrichshain 2013. Rain and more rain. After a rather contemplative apocalypse and the holidays strange creatures swarm our streets with a fixed gaze. Streetlights fade and in the firelight of burning garbage forgotten rituals are celebrated. Deliberately concealed by the media but not to be overlooked for those with open eyes:

LIEBIG 14 IS UNDEAD!

Mecklenburgische Str 57, Berlin Schmargendorf. At the Institute for Applied Zombology a tense calm prevails. The head, president Prof. Suitbert Franell seems concerned. „The virus is insidious and constantly changes his phenotype. If any residents are calling for a gathering after a regular increase in rent, immediately report it to the Institute. We will take further action. Dangerous symptoms come also under covers like „tenant counseling“ or „tenant initiatives“ -namely „Palisaden Panther“ or „Kotti & Co“. Be aware of unimpressive-sounding names like „Stille Straße“ or „Kirche von Unten“ as they quite often hide dangers not to be underestimated. In recent years, the infection via new media techniques much increased. Websites like „Zwangsraeumungen verhindern“, „Mietenstopp“ oder „Wir Bleiben Alle“ are just the tip of the iceberg.

The Institute developed analytical methods to predict zombie infestation at a local scale. It was found that certain dates and places bear a high risk potential. Certainly one spot is on 2 February at the crosspoint Rigaer Straße and Liebigstr. (In the jargon of some infected called „Dorfplatz“).

For this purpose, the expert notes „Between 12:00 and 16:00 CET zombies of all kinds are most likely to gang up at the Dorfplatz and dope themselves with coffee, glühwein and so-called“ Vokü „. Later they will intone hate anthems again the real estate industry together with musicians of all unkinds. Dangers from the resulting sound waves havent‘ been researched yet. However, even more dangerous are any activities of manifesting character which are believed to take place afterwards. Here our institute is still working on an effective counter-strategy.

For now, any good citizen will observe the following rules:

- Keep doors and windows closed.
- Do not talk to their neighbors.
- Do not put up resistance.
- Who does not pass GO has to waits at the outskirts “

Demo: 30.1., 18:00 Uhr, Heinrichplatz (X-Berg)

„Fight Back! Mieterhöhungen stoppen! Liebig 14 verteidigen!“ Die Wohnungsmarktpolitik verschärft sich, Mieten steigen weiter an und der Liebig 14 droht unmittelbar die Räumung. Wir schauen diesen Angriffen nicht tatenlos zu und rufen zu einer Solidaritätsdemonstration auf.

Poster Flyer

Offener Brief Berliner Politiker_innen an die Eigentümer der Liebigstraße 14

Sehr geehrter Herr Beulker, sehr geehrter Herr Thöne,

wir wenden uns mit diesem offenen Brief an Sie wegen des Hausprojektes Liebigstraße 14 in unserem Bezirk. Wie wir erfahren haben, haben Sie den Bewohnerinnen und Bewohnern gekündigt und damit in zwei Instanzen Recht bekommen. Somit steht das Haus kurz vor der Räumung.

Wir als Bezirksamt, Bezirksverordnete und Abgeordnete bedauern diese Entwicklung, da die Liebigstraße 14 eines der Projekte ist, die für die kulturelle Vielfalt in unserem Bezirk wichtig sind und ihn attraktiv machen. Zudem finden wir alternative Wohnprojekte mit sozialen Ansprüchen grundsätzlich unterstützenswert, weil sie ein wichtiger Teil des sozialen Lebens in unserem Bezirk sind.
Weiterhin bedeutet die Vertreibung des Wohnprojektes einen Verlust des zivilgesellschaftlichen Engagements gegen Rechts, denn die Liebigstraße 14 bietet Menschen mit Migrationshintergrund oder auch Andersdenkenden einen Schutzraum vor Übergriffen der Nazis. (mehr…)