Archiv der Kategorie 'Presse'

Presse

Das Presseecho hält sich bisher noch in Grenzen. aber es gibt nen ganz lustigen Atikel von Karin Schmidt in der Berliner Zeitung:

„Zombies“ rufen zum Protest

Berlin –

Am zweiten Jahrestag der Räumung der Liebigstraße 14 am Sonnabend sind wieder Aktionen angekündigt. Vor dem Haus soll eine Mahnwache stattfinden. Für den Sonnabend ist eine Demonstration angemeldet, die von der Rigaer Straße bis nach Mitte führen soll.
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Ansonsten schreiben noch die Welt und B2B bei der Polizei ab. Wir gehen davon aus, dass wir diesen Artikel bald ergänzen können…

Bis morgen oder auch schon heute Abend im Fischladen beim Solikonzert.

Immer noch Prozesse wegen der Räumung!

Konrad Litschko schreibt in der taz vom 24. Januar 2013:

Randale-Prozess mit offenem Ausgang

Als am 2. Februar 2011 das linke Hausprojekt Liebig 14 geräumt wurde, kippte die Stimmung. Seit gestern stehen sechs junge Männer vor Gericht.

Die Spur der Verwüstung, wie die Anklage sie zeichnet, ist immens: eingeworfene Scheiben von Banken und Supermärkten, zerschlagene Bushaltestellen und Werbesäulen, auf die Straße gezerrtes Baustellenmaterial, Steinwürfe auf Polizeiautos, Beamte und einen BVG-Bus. „Gewalttätigkeiten gegen Menschen und Sachen in besonders schweren Fällen“, konstatiert Staatsanwalt Martin Laub. Die sechs jungen Angeklagten vor ihm, die das mitverursacht haben sollen, folgen seinen Worten unbeteiligt.

Am Mittwoch begann vor dem Amtsgericht Tiergarten der wohl letzte Prozess rund um die Räumung des Hausprojekts Liebig 14 in Friedrichshain vor zwei Jahren. Und das in großem Format: 20 Verhandlungstage sind angesetzt, zwei Verteidiger hat jeder Angeklagte mit in den Saal 700 gebracht, den größten im Haus.
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Mehrere Stunden brauchte die Polizei im Februar 2011, um das verbarrikadierte Haus zu räumen, 2.000 Linke gingen danach auf die Straße. Aus einer Spontandemo wurde am Abend massive Randale, bei der Autonome in Kleingruppen stundenlang durch Friedrichshain zogen.

Von „blinder Zerstörungswut“ und Millionenschäden sprach anschließend der damalige Polizeipräsident Dieter Glietsch. 82 Festnahmen verzeichnete die Polizei. Die sechs Männer, die am Mittwoch im Amtsgericht sitzen, sind Studenten und Auszubildende, Mittzwanziger, in Kapuzen- oder Streifenpullovern, einer mit grünen Haaren.

Dass sie, so die Anklage, in einer Gruppe von etwa 150 Leuten mitrandaliert hätten, bestreiten sie. Aussagen wollen sie hingegen nicht. Stattdessen verliest einer von ihnen, Thomas O., eine Erklärung: „Der Kampf gegen Verdrängung ist aktueller denn je.“ Die Liebig 14 sei ein Traum von einer anderen Welt gewesen, die Anklage „willkürlich“ und Schikane. Seit fast zwei Jahren müssten sie sich zweimal wöchentlich bei der Polizei melden, um nicht in U-Haft zu landen, so der 26-Jährige. „Es geht nur um Repression.“ Freunde auf den Zuhörerbänken applaudieren, der Staatsanwalt schmunzelt.

Die Verteidiger halten auch die Beweise für haltlos. Einzig zwei Zivilpolizistinnen wollen die Beschuldigten bei Steinwürfen beobachtet haben. „Über mehrere Stunden haben sie die sechs in einer so großen Gruppe genau beobachtet?“, zweifelt Anwalt Sven Lindemann. Er kritisiert auch die „nahezu identischen“ Aussagen der Beamtinnen. Offenbar hätten sich beide abgesprochen.

Die Anwälte haben noch einen Trumpf: Erst vor anderthalb Wochen hob das Landgericht eine achtmonatige Bewährungsstrafe für einen jungen Mann auf und machte daraus einen Freispruch. Auch ihn hatten die beiden Polizistinnen beschuldigt, auch er stritt ab. Im Zweifel für den Angeklagten, befand das Landgericht. Auch weil die Aussagen der Frauen unstimmig gewesen seien. Er könne nicht ausschließen, dass das aktuelle Verfahren noch eingestellt werde, sagte denn auch Staatsanwalt Laub.

Die Liebigstraße 14 ist heute wieder vermietet, erste Neubewohner zogen bereits vier Monate nach der Räumung ein. Für die linke Szene blieb das Haus ein Reizobjekt: Immer wieder flogen Farbbeutel und Steine. Auch für den zweiten Jahrestag der Räumung am 2. Februar organisieren Exbewohner Protest: Direkt vor dem Haus soll eine „Zombie-Kundgebung“ stattfinden. „Immer noch werden Mieter und linke Hausprojekte gekündigt“, heißt es in ihrem Aufruf. Es bleibe „wichtig, Investoren und Politikern zu zeigen, dass ihre Probleme mit einer Räumung längst nicht vorbei sind“. Das klingt dann nicht viel anders als die Erklärung der sechs im Saal 700.

„Trübe Aussichten für die Liebig 14″ (Taz von heute)

Fünfmal trafen sich bisher Bezirkspolitiker und Bewohner, um über die Zukunft des Hauses Liebig 14 zu beraten. Ohne Erfolg – die Eigentümer wollen nicht verkaufen. Heute wird weiterverhandelt (mehr…)

Feedback vom Festival & der Demo

Deutschlandradio Kultur (Reportage) 06.02.:
hier zum runterladen als mp3

RBB (Bericht über die Demo):
bericht
Video RBB-Nachrichten vom 06.02.(bei 0:50)

Morgenpost:
07.02.2010

L14 auf RadioFritz und in der taz

Die taz berichtet heute über tee im terrornest und bei Radio Fritz gabs folgenden Beitrag zur Situation des Hausprojekts:

hier zum runterladen als mp3
hier zum runterladen als ogg

„Die Autonomen sind total nett“ schrieb der tagesspiegel total nett am 9.12.

Die Liebigstraße, das Epizentrum der Anarcho-Berliner. Besetzte Häuser gibt es hier, immer wieder geraten Polizisten und Linke aneinander. Viele Anwohner haben Verständnis für den Protest der Linken. Aber Autozündelei wird kritisiert.

So muss es aussehen, ein Epizentrum der Revolution. Über der Liebigstraße flattern an einer langen Schnur schwarzrote Anarcho-Wimpel zwischen den sich gegenüberliegenden, schrillbunten Häusern Nummer 34 und 14. Die Fenster sind vergittert, Türen mit dicken Vorhängeschlössern gesichert, Transparente und Graffiti rufen „Wir bleiben alle“, „Wir sind nicht käuflich“ oder schlicht „Hey Ho“. Hier und da blinkt das eingekringelte Anarchisten-A. Von den Bewohnern der in der Szene „Frauen-Lesben-Trans-Hausprojekt“ genannten Nummer 34 und des „selbstverwalteten Hausprojekts“ Nummer 14 ist am Dienstagmittag allerdings keiner zu sehen. Die Häuser wirken im Nieselregen wie Filmkulissen, die nach einem Dreh stehengeblieben sind. Doch der langsam vorbeifahrende Polizeitransporter erinnert daran, dass hier Staat und Szene einen harten Konflikt ausfechten. (mehr…)

Einige Worte zur Presseberichterstattung

Mit unverhohlener Freude reagierten einige Presseorgane auf die Festnahme des 23jährigen Tobias und die folgenden Razzien in der Liebigstraße. Tobias wurde als „Fackel-Chaot“ u.ä. bezeichnet, bevor auch nur eine Haftprüfung stattgefunden hatte. Sein Bild prangte auf der Titelseite der „B.Z.“ Seine Familienverhältnisse, sein beruflicher Werdegang und seine angebliche Adresse wurde in mehreren Zeitungen veröffentlicht.
Zugleich wurde die Liebigstr.14 als „Terrornest“ bezeichnet und darüber schwadroniert, dass dieses Umfeld schlechten Einfluss auf Tobias ausgeübt hätte.

Hier einige Klarstellungen: (mehr…)

Liebig14 und Beulker in der Presse

Aktuelle Presseveröffentlichungen über die Liebig 14 und über eine Artikelsammlung über Suitbert Beulker finden sich in der Kategorie „Presse“.